December 16, 2024

Der Aufstieg des Zero-Trust-Networking: Wesentliche Erkenntnisse für Unternehmen

Network Management
Der Aufstieg des Zero-Trust-Networking: Wesentliche Erkenntnisse für Unternehmen

In einem aktuellen Bericht enthüllte die britische Regierung, dass die Hälfte der Unternehmen behauptet hatte, in den letzten 12 Monaten einen Verstoß gegen die Cybersicherheit erlebt zu haben. Diese Zahl stieg bei großen Organisationen auf 70 %, wobei ein einzelner Verstoß bis zu 10.830 £ kostete! Kein Wunder also, dass Netzwerksicherheit für viele Unternehmen ganz oben auf der Agenda steht. Und die Umsetzung von Zero-Trust-Network-Strategien entwickelt sich schnell zu einem wertvollen Ansatz.

Remote-Arbeit und Cloud-basierte Aktivitäten sind weit verbreitete Bestandteile des Geschäftsalltags. Doch leider nehmen auch die Cyberbedrohungen zu. Da sich unsere Online-Aktivitäten so schnell weiterentwickeln, war der Bedarf an robusteren Cybersicherheitsansätzen noch nie so wichtig wie heute.

Zero Trust Network Access (ZTNA) ist eine Cybersicherheitsstrategie, die wir in unserem letzten Blog „Embracing Zero Trust Network Access: Moving Beyond Traditional VPNs“ ausführlich behandelt haben. In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick darauf, warum und wo Unternehmen es einsetzen, um ihren Betrieb zu schützen.

Warum setzen Unternehmen auf Zero-Trust-Netzwerke?

Warum also ziehen Unternehmen Zero Trust Network Access (ZTNA) traditionellen Sicherheitsansätzen wie VPNs und Firewalls vor? Ganz einfach: ZTNA wurde speziell dafür entwickelt, die Sicherheitsherausforderungen zu bewältigen, denen wir heute alle gegenüberstehen. Wie genau das funktioniert, erfahren Sie in unserem vorangegangenen Blogbeitrag.

ZTNA ist ein Ansatz, der über herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen hinausgeht. Er überprüft jeden einzelnen Zugriffsversuch auf jede spezifische Online-Anwendung. Dadurch wird das Risiko von Sicherheitsverletzungen erheblich verringert; sollten solche Vorfälle dennoch eintreten, lassen sie sich auf kleinere Bereiche Ihres Netzwerks eingrenzen.

Neben den Vorteilen einer erhöhten Sicherheit vereinfacht ZTNA auch die Compliance für Ihr Unternehmen, da es die Einhaltung strenger Vorschriften erleichtert. Zudem ermöglicht es eine höhere Skalierbarkeit. Typischerweise wird die Netzwerksicherheit mit dem Wachstum eines Unternehmens komplexer – bei ZTNA ist dies jedoch nicht der Fall. Dieses Sicherheitsmodell lässt sich flexibel an die sich wandelnden Anforderungen Ihres Unternehmens anpassen und macht Wachstum sowie Expansion dadurch deutlich besser steuerbar.

Werfen wir nun einen Blick auf ZTNA in der Praxis und darauf, wo dieser Ansatz seinen größten Nutzen entfaltet.

Wo findet Zero Trust Network Access Anwendung?

In den letzten Jahren haben wir einen bemerkenswerten Wandel in der Arbeitsweise von Unternehmen beobachtet – und genau diese grundlegenden Veränderungen haben den Einsatz von ZTNA vorangetrieben:

Remote-Arbeit und hybride Teams

Remote-Arbeit hat sich für viele Unternehmen heutzutage zur neuen Norm entwickelt. Selbst wenn Sie bereits seit Jahren ein Unternehmen mit mehreren Standorten leiten und an die standortübergreifende Kommunikation sowie den Datenaustausch gewöhnt sind, ist die Flexibilität, sich von jedem beliebigen Ort aus einzuloggen und zu arbeiten, noch immer etwas, woran wir uns erst gewöhnen müssen.

Die Maßnahmen zur Cybersicherheit hinken dieser Entwicklung noch etwas hinterher; der Zero-Trust-Ansatz ist jedoch eine Strategie, die immer mehr Unternehmen übernehmen, um sich zu schützen, während sie sich an diese veränderten Arbeitsweisen anpassen. Gartner berichtete im April 2024, dass 63 % der Organisationen weltweit eine Zero-Trust-Strategie vollständig oder teilweise implementiert haben. Zum Vergleich: Im Jahr 2023 verfügte lediglich 1 % der Großunternehmen über ein ausgereiftes und messbares Zero-Trust-Programm!

Da Zero-Trust-Modelle jede Zugriffsanfrage verifizieren, erhalten Ihre Remote-Mitarbeiter nur für einen bestimmten, zeitlich begrenzten Zeitraum Zugriff auf genau jene Ressourcen, die sie benötigen. Wenn Ihre Mitarbeiter online arbeiten – sei es über ihre privaten Endgeräte, ihr Heimnetzwerk oder von einem beliebigen anderen Ort weltweit aus –, wird Zero Trust zu einem entscheidenden Faktor. Das Konzept schützt sowohl die Aktivitäten Ihrer Mitarbeiter als auch Ihr Unternehmen, indem es unbefugte Zugriffe und Datenschutzverletzungen verhindert.

Cloud-basierte Umgebungen

Setzt Ihre Organisation auf cloud-basierte Anwendungen? Ob es um die Datenspeicherung geht, die Nutzung von Plattformen wie Google Cloud Storage und Microsoft Azure Blob Storage, die Verwaltung von Vertrieb, Marketing und Service über Plattformen wie Salesforce und Microsoft 365 oder die Zusammenarbeit an Projekten mit Dropbox oder Trello: Wenn Sie Informationen mit Ihrem Team teilen und gemeinsam bearbeiten müssen, gibt es höchstwahrscheinlich eine cloud-basierte Plattform, die genau dies ermöglicht. Doch genau das eröffnet ein erhebliches Einfallstor für Schwachstellen – ein gefundenes Fressen für Cyberkriminelle!

Genau hier spielt „Zero Trust Network Access“ seine Stärken voll aus! In diesen dynamischen und flexiblen Netzwerkumgebungen wird jede Verbindung fortlaufend überprüft; den Nutzern wird dabei ausschließlich Zugriff auf jene Dateien gewährt, die sie tatsächlich benötigen. Dies nimmt Ihnen die Sorge um die sichere Speicherung und den Austausch von Informationen über die Cloud ab. Zudem verschafft es Ihnen die Gewissheit, die Skalierbarkeit dieser Plattformen optimal nutzen zu können – ohne dabei die Sicherheit Ihres Netzwerks zu gefährden.

Schutz sensibler Daten

Sollte Ihr Unternehmen in einer Branche tätig sein, in der hochsensible Daten verwaltet werden, bietet „Zero Trust Network Access“ enorme Vorteile. Ob es sich um Finanzkennzahlen, medizinische Patientendaten im Gesundheitswesen oder vertrauliche behördliche Vorgänge handelt: Die Compliance-Standards sind hier äußerst streng, und jede Datenpanne kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Dank der robusten und akribischen Zugriffskontrolle sowie der kontinuierlichen Überwachung, die das Zero-Trust-Prinzip gewährleistet, können Sie sich darauf verlassen, dass das Risiko unbefugter Zugriffe minimiert und alle regulatorischen Anforderungen erfüllt werden.

Warum sollten Sie für ZTNA mit einem Anbieter von Managed Network Services zusammenarbeiten?

Falls Zero Trust Network Access (ZTNA) für Ihr Unternehmen als wertvolle Sicherheitsmaßnahme von Interesse ist, erläutert unser vorangegangener Blogbeitrag die Best Practices für dessen Implementierung. Sollten Sie jedoch unsicher sein, wo Sie anfangen sollen – oder Ihnen schlichtweg die Zeit, die Ressourcen oder das Fachwissen für die Umsetzung einer neuen Netzwerksicherheitsstrategie fehlen –, kann Ihnen ein Anbieter von Managed Network Services wie Hughes zur Seite stehen.

Wir verfügen über das nötige Wissen und die Erfahrung, um optimale Netzwerksicherheitsstrategien zu konzipieren, zu implementieren und zu warten – passgenau zugeschnitten auf die spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens. Wir übernehmen das gesamte Spektrum: von den technischen Herausforderungen der Implementierung bis hin zur fortlaufenden Überwachung und Anpassung im Zuge der geschäftlichen Weiterentwicklung. So können Sie sich voll und ganz auf das Wachstum Ihres Unternehmens konzentrieren – in dem beruhigenden Wissen, dass Ihre Netzwerksicherheit in sicheren Händen liegt.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Seite zu den Security Services.